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Kirchen Prenzlau
Bildurheber: Nancy Müller Kirchengemeinde St.Jacobi
Diese Feldsteinkirche wurde in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Alten Überlieferungen zu Folge soll sich an diesem Ort ursprünglich einmal ein alter Tempel befunden haben, der dem dreiköpfigen Gott der Wenden, Triglav, geweiht war.
Trotz ihrer Kriegswunden, ihrer äußeren Gestalt und baulichen Sustanz nach heute, ist die Feldsteinkirche St. Jacobi die älteste genutzte christliche Kirche der Stadt.
Im Jahre 1945 wurde die St. Jacobi-Kirche angezündet und so bis auf die Grundmauern zerstört.
Die St. Jacobi-Kirche ist das Zentrum der mitgliederstärksten Kirchengemeinde der Stadt. Mehr als die Hälfte der evangelischen Christen Prenzlaus gehören zu ihr.
Prenzlau und Stettin sind durch die so genannte via regia (Hauptstraße) verbunden, an deren beiden Enden sich eine St. Jacobi-Kirche befindet. Dies könnte dafür sprechen, dass hier, ähnlich wie im Süden Deutschlands, einstmals ein alter Pilgerweg zum bekanntesten Wallfahrtsort des Mittelalters, Santiago de Compostela in Nordspanien, verlief.
Kontakt zur
Kirchengemeinde der Jacobi Kirche.
Bildurheber: Frank Preuß Evangelische Kirche St.Sabinen
Diese Kirche ist das älteste Bauwerk am Uckersee. Sie war dem St. Sabinus geweiht, der als Bischof in Italien lebte und um Hilfe angerufen wurde bei Überschwemmungen. Ausschlaggebend für den Namen muss wohl die unsichere Lage direkt am See sein. Im deutschsprachigen Raum ist der Name St.Sabinen einmalig.
Den Kirchenbau kann man um etwa 1170 ansetzen. Es handelt sich hierbei um einen rechteckigen Saalbau.
Etwa um 1235 bis 1240 wurde die St.Sabinen Kirche dem neuentstandenen Kloster, welches südlich der Kirche am Uckersee stand, als Klosterkirche zugewiesen.
Schutzheilige war Maria Magdalena.
1559 wurde das Kloster aufgelöst und so wurde die Klosterkirche zur evangelischen Pfarrkirche der Unterstadt.
Im Jahre 1799 musste die Kirche aufgrund der Folgen einer Überschwemmung geschlossen werden. In den Jahren 1816-1817 entstand sie neu und ist so bis heute erhalten.
Teile der alten Glasfenster von 1817 sind erhalten.
Bildurheber: Frank Preuß Kirchengemeinde St. Marien
Baubeginn der ersten Hallenkirche Norddeutschlands war im Jahre 1235. Im Jahr 1250 wurde sie zur Hauptpfarrkirche in Prenzlau. Der Neubau erfolgte in zwei Bauphasen (1289 - 1340) unter Einbeziehung des Westteils vom Vorgängerbau. Die Kapellen-Anbauten stammen aus dem 14./15. Jahrhundert. Das heutige Aussehen erhielt der Nordturm mit einer Höhe von 68 m im 16. Jahrhundert, der Südturm mit 64 m Höhe im 18. Jahrhundert.
In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges 1945 wurde die Marienkirche von einem verheerenden Brand zerstört. Erst ab 1970 - 1995 erfolgte der Wiederaufbau.
Zum besonderen Inventar der Marienkirche gehören die Altarfiguren des Marienaltars (1512).
Bildurheber: Nancy Müller St. Nikolai Kirche
Am 5. Mai 1275 wurde diese Kirche zu Ehren des Heiligen Kreuzes gegründet und gebaut.
Es handelt sich um einen typischen frühgotischen Backsteinbau.
Durch die vielen hohen Fenster ist die Kirche stets gut ausgeleuchtet.
Die Kirche war von vornherein als Klosterkirche ohne Turm geplant.
Am 12. März 1343 wurden die Kirche und der Hochaltar geweiht, der zur Ehre des Heiligen Kreuzes, der drei Könige und der 10.000 Soldaten errichtet worden war.
Die Kirche war Teil des Dominikanerklosters. Diese Zusammengehörigkeit unterstreicht die Tür der Kirche. In der Südwand befindet sich noch der verschlossene Treppengang, durch den die Mönche direkt vom Obergeschoss des Klosters zu den Gebetszeiten in die Kirche kamen.
In einem Teil der Klausurgebäude befindet sich heute das Kulturhistorische Museum der Stadt Prenzlau.
Bildurheber: Nancy Müller Katholische St. Maria Magdalena Kirche
Diese Kirche wurde im Jahre 1892 im neogotischen Stil errichtet. Nach ihrer Zerstörung (1945) wurde die Kirche 1952 wieder aufgebaut.
Bildurheber: Nancy Müller Dreifaltigkeitskirche/Ehemalige Franziskaner-Klosterkirche
Die Kirche wurde zwischen 1235 und 1250 nach dem Vorbild der Grabeskirchen des Heiligen Franziskus von Assisi erbaut.
Sie ist eine der ältesten Franziskanerkirchen Deutschlands. Im Jahr 1253 fand die Beisetzung des Bischhofs von Kammin in dieser Kirche statt.
Als 1544 die Klöster aufgelöst wurden, wurde die Franziskanerkirche in ein Ritterlehn umgewandelt. Als die Erneuerung des Gebäudes (1598) abgeschlossen war, nutzte die evangelisch-lutherische Gemeinde die Kirche und benannte sie um in, in "Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit".
Ab 1744 wurde die Kirche nur noch privat genutzt (z.B. als Lagerraum).
1846 schenkte der König Friedrich Wilhelm IV den Gemeinden von Prenzlau die Kirche.
1848-65 wurde dann der Innenraum umgebaut und neugestaltet, um sie dann wieder für den gottesdienstlichen Gebrauch einzuweihen.
Doch leider wurde die Kirche um 1975 aufgegeben und nicht mehr genutzt. So wurde sie durch Vandalismus zerstört und verfiel schließlich. 1991 stürzte dann der östliche Teil des Dachstuhls ein. Erst zwei Jahre späte begannen die Sicherungs- und Sanierungsarbeiten die 1994 im Außenbereich abgeschlossen werden. 1995 fand in der Kirche das erste Konzert nach der Wiederherstellung statt.
Bildurheber: Nancy Müller Heiliggeistkirche
Diese Kirche wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtet. Sie gehörte zu dem gleichnamigen Hospital, welches sich westlich anschloss. 1899 zog das Uckermärkische Museum in die Kirche.
Am Ende des 2. Weltkrieges 1945 brannte die Kirche aus. 1992 erfolgte die Sicherung und Restaurierung des Glockentürmchens und der Längstwände.
Bildurheber: Nancy Müller St. Georgskapelle
Die Kapelle wurde um 1300 aus Backstein auf einem Granitsockel, zusammen mit dem Westgiebel mit einem Glockentürmchen errichtet. Die Kapelle befand sich außerhalb der Stadtmauer, an der Straße nach Schwedt und diente als Kirche für das angeschlossene St. Georgshospital, das durchreisenden Händlern und Pilgern als Gasthof diente. Die Kapelle wurde dann bis 1990 als Wohnraum genutzt und ist heute Sitz einer Architekturfirma.
Weitere Informationen
Quellenangabe:
A. Piehler
