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Die Angermünder Ortsteile von A bis Z
Bildurheber: Frank Preuß Altkünkendorf Das 1287 erstmals erwähnte Dorf ist wohl der am schönsten gelegene Ortsteil von Angermünde.
Das zauberhafte Fleckchen der etwa 210 Einwohner liegt zwischen den beiden höchsten Bergen der Gegend, dem Blocksberg (139 Meter) und dem Telegrafenberg (138 Meter). Man erreicht es durch einzigartige Apfelbaumalleen, die im Frühling wunderbar blühen und im Herbst echtes Adam & Eva-Flair verbreiten.
Das typische Angerdorf gehört zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und ist auch dank seiner vielen Seen ein echtes Naturparadies. Nicht nur im Erholungsgebiet um den Wolletzsee oder am Heiligen See findet man Ruhe und Entspannung.
Sehenswert sind die leicht zu erwandernde Glambecker Mühle und die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Grundlegend saniert, gibt auch die 2003 restaurierte Orgel wieder klare Töne von sich. In Altkünkendorfs Umgebung wurden bedeutende Funde aus der Stein- und Bronzezeit gemacht. Kreative Künstler wie Bildhauer Joachim Karbe und das Künstler-Ehepaar Annette Tucholke und Christian Bonnet sind hier zu Hause. Altkünkendorf ist seit 2001 Stadtteil von Angermünde.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH In Biesenbrow ist eigentlich alles anders als in den anderen Ortsteilen von Angermünde.
Kaum einer der etwa 210 Biesenbrower wohnt in einer Straße. Hier lebt man im Hof-Ende, Ziegelei-Ende, Hirten-Ende oder einem anderen - Ende. Denn alle Straßen kommen von der Hauptstraße und sind irgendwo zu Ende.
Während die anderen Dörfer gerne zu Angermünde gehören, gehen die Biesenbrower mit Verfassungsbeschwerde gegen die Gemeinde-gebietsreform vor.
Richtig berühmt geworden ist das 1292 erstmals erwähnte Dorf, das ursprünglich als Stadt angelegt wurde, durch Ehm Welcks Bücher. Auf humorvolle Art und Weise, mit vielen typischen Details und Weltoffenheit hat der gebürtige Biesenbrower darin seine Heimat abgebildet.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Die Bilder + Inhalte dieser Seite wurden uns freundlicherweise vom Stadtmagazinverlag AS GmbH zur Verfügung gestellt. Fotonachweis: Stadtmagazinverlag AS
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Bölkendorf Umgeben von Hügeln, Seen und Söllen liegt das 140-Seelen-Dorf idyllisch nördlich des Parsteinsees direkt am Krummen See. Sehenswert im 1346 erstmals erwähnten Angerdorf sind einige gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 18./19. Jahrhundert und die Feldsteinkirche (13. Jahrhundert). Der Tiefe See ist mit 60 Metern eines der tiefsten Gewässer der Uckermark. Lange Zeit zu Eberswalde gehörend, kämpften die Bölkendorfer 1992 um ihre Zugehörigkeit zum Kreis Angermünde. 2003 wurde die Gemeinde schließlich Ortsteil von Angermünde.
Von sich reden machte Bölkendorf auch durch seine mittlerweile zugeschüttete Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg, den Fund eines trepanierten Schädels von 1940 vor Christus sowie gut erhaltene interessante Bronzefunde.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Bruchhagen Das kleine Winkelangerdorf schmiegt sich in eine sanfthügelige Hochfläche und gehört zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.
1375 unter dem Namen Bruchove erstmals erwähnt, war Bruchhagen 1638 Heimat für nur noch drei Personen. Nach und nach kehrten Rittergutsbesitzer und Bauern zurück. Heute sind es etwa 170 Einwohner, die stolz sind auf ihre Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert (mit einer der ältesten Glocken in der Gegend - sie stammt aus dem Jahr 1506 und hat als eine der wenigen den 30jährigen Krieg überlebt) sowie auf das um 1800 erbaute ehemalige Gutshaus mit seinem verputzten Fachwerk und dem Krüppelwalmdach.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Crussow Das Straßendorf ist flächenmäßig der größte Ortsteil von Angermünde. Zu Crussow gehören auch die Vorwerke Neuhof und Henriettenhof. Angesiedelt auf einer fast ebenen Hochfläche, gehört ein Teil des Dorfes mit seinen 760 Einwohnern zum Nationalpark „Unteres Odertal". Erstmals erwähnt wurde der Ort 1335. Die frühgotische Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert konnte nach umfangreichen Sanierungsarbeiten 1988 wieder in Besitz genommen werden. Crussow ist Pfarrsitz für verschiedene umliegende Gemeinden.
Das Leben im Ort wird entscheidend vom Dorfverein Crussow gestaltet, dessen Mitglieder voller Ideen und Tatendrang stecken. Seit 2003 gehört Crussow zu Angermünde.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Dobberzin Das Dorf gehört bereits seit 1974 zur Stadt Angermünde und liegt an der östlichen Seite des Mündesees. Wann genau die ehemalige slawische Siedlung entstand, konnte noch nicht endgültig geklärt werden. Deshalb veranstalteten die etwa 270 Dobberziner 2004 ihre 750-Jahr-Feier, obwohl ihr Ort amtlicherseits erst 650 Jahre alt ist. Nachforschungen belegen, dass es den Ort bereits 1254 gegeben haben muss. Offiziell gilt aber 1354 als Jahr der Ersterwähnung.
Archäologen haben hier immer wieder einmalige Funde aus der Slawenzeit und dem Mittelalter gemacht.
Die Dorfkirche - ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert - brannte 1678 ab, wurde später wieder aufgebaut und vor wenigen Jahren saniert. An der Wand in der Südwestecke des Gotteshauses hat sich die Steinmetzfamilie mittels Schachbrettstein ein bleibendes Denkmal gesetzt.
Bei Wander- und Radwanderfreunden wird die ausgebaute Apfelallee von Dobberzin nach Pinnow immer beliebter.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Frauenhagen Über leicht hügelige Landschaft nordöstlich von Angermünde erreicht man das Straßen-, Anger- und Winkeldorf Frauenhagen, das 1354 erstmals erwähnt wurde und seit 2003 Ortsteil von Angermünde ist.
Es liegt im Tal der Welse und gehört teilweise zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Auffallend sind die liebevoll gepflegten Grundstücke nicht nur in der neuen Eigenheimsiedlung.
Der Namensgeber der Hackeschen Höfe in Berlin, Graf Hans Christian Friedrich von Hacke (Generalleutnant und Kommandant von Berlin), kaufte das Dorf 1743. Sehenswert sind die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, die nach einem Brand bis 1916 wieder aufgebaut wurde, sowie die erhaltene Anlage der Breitenteicher Mühle, etwas außerhalb Frauenhagens. Hier ist auch das Marionettenbauer- und Künstler-Ehepaar Werdin zu Hause.
Bemerkenswert ist der Zusammenhalt der etwa 140 Einwohner, die gemeinsam mit vielen kreativen Ideen die 650-Jahrfeier ihres Heimatortes im Juni 2004 vorbereiteten.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Gellmersdorf ist ein kleines Dorf. Der Ort ist geprägt vom alten Naturschutzgebiet Gellmersdorfer Forst. Anfang 1900 angelegt, gehört es heute zum Nationalpark Unteres Odertal.
1292 ist ein Jo de Gelmerstorp Schultheiß von Angermünde.Vermutlich gab er dem Dorf seinen Namen, denn 1316 taucht die Ortsbezeichnung erstmals auf.
Die fast 200 Einwohner des Straßen-Angerdorfes sind besonders stolz auf ihren berühmten Bewohner Werner Creutziger. Der Schriftsteller und Übersetzer lebt seit 1987 hier und beging im März 2004 seinen 75. Geburtstag.
Seit 2003 ist die Gemeinde Ortsteil von Angermünde.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Görlsdorf Der 1261 erstmals erwähnte heutige Ortsteil von Angermünde (seit 2003) liegt vollständig im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und ist von zahlreichen Naturschönheiten umgeben: Peetzigsee, Großer Plötzsee, Welse-Fließ und Fischteiche sowie Blumberger Mühle. Auch für seinen 1829 von Peter-Josef Lenné angelegten Park ist das Dorf bekannt. Der Lenné-Park wurde der Gemeinde 1995 rückübertragen und 2001/2002 nach alten Plänen neu gestaltet.
Der berühmten Adelsfamilie von Lynar-Redern verdankt der Ort eine unglaubliche Geschichte:
Alexander von Lynar-Redern vergrub 1945 auf der Flucht einen wertvollen Familien-Schatz, darunter 13 Kisten mit Meißner Porzellan und ein 120-teiliges Silberservice des namhaften Silberschmiedes Jean-Baptiste Odiot aus dem 19. Jahrhundert. 50 Jahre später konnte er gehoben werden. Vom ehemaligen hochherrschaftlichen Gelände existiert nur noch das dazugehörige Gutshaus. Görlsdorf hat sich auch als Pferdezuchthochburg einen Namen gemacht. Das Vollblutgestüt eröffnete 1958 in Hoppegarten einen eigenen Rennstall.
Obwohl heute nur etwa 180 Einwohner hier zu Hause sind, ist Görlsdorf flächenmäßig mit 1357 Hektar ein relativ großes Dorf.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Greiffenberg Der 710 Einwohner-Ort ist eine Stadt in der Stadt. Denn bereits seit Gründung 1261 hat Greiffenberg Stadtrecht, das es auch nach Zugehörigkeit zu Angermünde 2003 nicht abgeben musste. Hier befindet sich eine der besterhaltenen Burgruinen in der Uckermark - die der Greiffenburg. Das Besondere: sie liegt geografisch in Greiffenberg, gehört aber zum benachbarten Günterberg. Anfang 18. bis Mitte 20. Jahrhundert war die Stadt berühmt für ihr Greiffenberger Geschirr. Jetzt wird das Stettiner Muster von einer Töpferin in Anklam wiederverwendet.
Erwähnenswert ist auch die Schulsternwarte. 1965 eingeweiht, wird sie noch heute genutzt. Greiffenberg hat zudem einen großen Schaugarten mit zahlreichen seltenen Pflanzen, der vom Vern e.V. betrieben wird.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Auch Günterberg zählt eher zu den flächenmäßig großen Ortsteilen von Angermünde. Im 1306 erstmals erwähnten Straßen-Angerdorf sind heute etwa 350 Menschen zu Hause. Ihr ganzer Stolz ist die Greiffenburg.
Der monatlich stattfindende Kulturstammtisch im Dorfgemeinschaftshaus organisiert hier beispielsweise Chortreffen und Burgfeste und schiebt auch sonst eine Menge im Dorf zusammen.
Eine Besonderheit ist auch der jüdische Friedhof an der B198 in Richtung Gramzow. Der wurde angelegt, als im Jahre 1809 auf dem jüdischen Friedhof von Angermünde nicht mehr genügend Platz war. Doch bis zur kurz darauf erfolgten Friedhofserweiterung in Angermünde wurden auf dem Günterberger jüdischen Friedhof nur 20 Verstorbene bestattet, so dass er nie eingefriedet wurde.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Das Straßen-Angerdorf Herzsprung liegt idyllisch direkt am Parsteinsee und ist 1281 erstmals erwähnt worden. Der Ort mit seinen etwa 280 Einwohnern gehört seit 2003 zu Angermünde.
In der Umgebung des Bauerndorfes machten Archäologen einen besonders seltenen Fund: sie entdeckten ein Gräberfeld aus der Bronzezeit.
Die Dorfkirche stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Ihre Kirchhofsmauer aus Feldsteinen wurde 1998 umfangreich saniert.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Kerkow ist der reichste Ortsteil von Angermünde. Das Dorf hat in seiner langjährigen Geschichte nie Zuschüsse bekommen. Nördlich von Angermünde gelegen, gehört das 470-Einwohner-Dorf teilweise zum Biosphärenreservat SchorfheideChorin.
Seit 2003 ist es Ortsteil der Stadt Angermünde. Vor zehn Jahren zog ins alte Gut der Familie von Lynar-Redern zu Görlsdorf Landwirtschaft zum Anfassen und Probieren samt Angus-Rinder-Zucht ein.
Im Gewerbegebiet findet man die größte Firma von Angermünde: eine Sanierungsfirma, die von Angermünde bis Eberswalde einen guten Ruf hat. Besonders hervorzuheben ist jedoch die Dorfkirche. Der frühgotische Feldsteinbau von 1237 (eine Holzprobe weist eindeutig auf dieses Datum hin) ist eine der ältesten Kirchen in der Uckermark.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Mürow Nordöstlich von Angermünde liegt das 1354 erstmals erwähnte Angerdorf in leicht hügeliger Landschaft, die überwiegend ackerbaulich genutzt wird. Die 390 Einwohner gehören seit 2003 zur Stadt Angermünde. Erwähnenswert ist der Dartverein mit seinen 22 Mitgliedern. In Mürow befand sich auch das südlichste Großsteingrab in der ehemaligen DDR, das 4.000 Jahre alte Hünengrab am Ortsrand in Richtung Frauenhagen. Auch die 1955 stillgelegten Gebäude der Schnapsbrennerei beim alten Rittergut sind noch zu sehen. Die Dorfkirche ist ein frühgotischer Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Neukünkendorf Das 340 Einwohner zählende Angerdorf ist der jüngste Ortsteil. Seit 01.01.2004 gehört die südöstlich von Angermünde liegende Gemeinde zur Stadt. Einzige markante Erhebung in der flachwelligen Landschaft ist der Gottesberg. Der Haussee grenzt direkt an den Ort.
1354 erstmals erwähnt, war das typische Bauerndorf auch Rittersitz.
Bis 1995 hielten am Bahnhof von Neukünkendorf Züge auf der der Strecke Angermünde - Bad Freienwalde.
Sensationell zu nennen ist der kürzliche Fund von Resten einer gut erhaltenen Puppe aus der Eiszeit. (600 vor Christi).
Auch ein Opfergefäß und kleine wertvolle Kupferfiguren wurden gefunden.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Schmargendorf Auch in diesem südlich von Angermünde in leicht hügeliger Landschaft liegenden Ortsteil wird Landwirtschaft groß geschrieben. Doch das 300-Einwohner-Dorf mit Ersterwähnung 1287 hat noch einiges mehr zu bieten. So stammen die Vorfahren von Marlene Dietrich aus Schmargendorf. Ihr Vater Louis Dietrich wurde in Angermünde geboren, sein Vater, also Marlenes Großvater, stammte aus Schmargendorf und betrieb hier ein kleines Hotel.
Die alte Schmiede ist heute Museum, das alte Pfarrhaus Gemeindehaus mit Archiv und Heimatmuseum. Seit 2003 ist Schmargendorf Ortsteil von Angermünde. Dem rührigen Landverein verdankt das Dorf ein abwechslungsreiches, aktives Dorfleben.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Schmiedeberg entschied sich 2001 gegen eine Eingemeindung nach Gramzow und ist seit 2003 Ortsteil von Angermünde. Viele der etwa 150 Einwohner des Dorfes sind selbstständige Bauern. Das 1319 erstmals erwähnte Angerdorf gehört zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und war das Heimatdorf der Familie von der Hagen. Friedrich Heinrich von der Hagen arbeitete im 19. Jahrhundert als Professor für Altdeutsche Sprache und Literatur an der Humboldt-Uni Berlin. Joachim Otto von der Hagen, 1860-1942, war Kustos des Kulturhistorischen Museums Prenzlau.
Sehenswert in Schmiedeberg sind das restaurierte Giebellaubenganghaus* in der Dorfstraße 54, die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert mit ihrem spätgotischen Schnitzaltar von 1500, das angelegte Hünengrab im Schlosspark sowie die Schmiedeberger Bilderchronik. Hier sind sämtliche Ortsgeschehnisse in Wort und vor allem Bild festgehalten.
* Laubenganghäuser sind breite, eingeschossige Fachwerkbauten aus dem 18. Jahrhundert mit verbrettertem Giebel auf Stützen. Sie wurden oft von Schmieden verwendet, waren praktisch fürs Ausspannen der Pferde, aber auch bei normalen Bauern sehr beliebt.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Wie der Name schon sagt: in Steinhöfel und Umgebung liegen höfelweise Steine! Kleine und große, mittelgroße und überdimensionale Findlinge. Hinterlassenschaften der Eiszeit, die die Steine in der Endmoräne abgelagert hat.
Ein Waldgebiet bei Steinhöfel wird aufgrund der vielen dort liegenden Brocken Steinknacker genannt.
Das 220 Einwohner zählende Angerdorf liegt nordwestlich von Angermünde in wunderbarer hügeliger, waldreicher Landschaft im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Ganz in der Nähe laden Laagensee, Schönebergsee, Warnitzsee und Kiensee zum Naturgenießen ein. Die Dorfkirche wurde bereits um 1220 erbaut, also weit vor der ersten Erwähnung des Ortes im Jahre 1375. Seit 2003 ist Steinhöfel Ortsteil von Angermünde.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Stolpe Stadt, Städtelein oder doch nur größeres Dorf? Egal wie, der Ort im Nationalpark „Unteres Odertal" hat so viele Besonderheiten, Einmaligkeiten und Schönheiten, dass man auf derartige Spitzfindigkeiten gut verzichten kann.
1251 erstmals erwähnt, hatte Stolpe auf jeden Fall schon einmal 1286 Stadtrecht.
Den Ort suchten mehrere Brandkatastrophen in Dorf, Kirche und Schloss heim.
Das um 1550 erbaute Schloss wurde nach einem Feuer 1917 neu ausgebaut, von der Originalsubstanz blieb jedoch nur wenig erhalten. Das Wahrzeichen des Ortes, der Grützpott, gehört zu den gut erhaltenen Resten der Anfang des 13. Jahrhunderts angelegten ehemaligen Burg. Seit 2002 wird der Turm mit den dicksten Mauern Deutschlands (18 Meter Durchmesser, die untere Wandstärke beträgt fünf Meter) saniert. Kein anderes wie das 380-Einwohner-Dorf hatte wohl nur so kurze Zeit eine Kirche. Das 1858 gebaute Gotteshaus musste 1935 wieder abgerissen werden, da die Kirche vom Hang gerutscht war. Seitdem gibt es in Stolpe keine Kirche mehr.
Pläne von Peter-Josef Lenné liegen dem 1850 in Stolpe angelegten Schlosspark zugrunde. Berühmtester Sohn des Ortes ist zweifelsohne Christian Leopold von Buch, der Mitbegründer der Deutschen Geologischen Gesellschaft und enger Freund von Alexander von Humboldt.
Seit 2003 ist Stolpe Ortsteil von Angermünde und trägt seit 2001 den Titel „Nationalpark-Gemeinde".
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Welsow liegt am Südrand des Welsetales im Schutze des 96 Meter hohen Töpferberges.
Hier wurden in den vergangenen Jahrhunderten Unmengen von Ton abgebaut. Die Greiffenberger holten sich bereits im 16. Jahrhundert vom Kurfürsten das Recht zum Schürfen. Während der Inquisition galt das kleine Angerdorf als eines der Ketzerdörfer.
Heute fühlen sich etwa 130 Einwohner im 1267 erstmals erwähnten Ort pudelwohl.
Seit 2003 ist Welsow Ortsteil von Angermünde.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Wilmersdorf 1321 erstmals erwähnt, sind heute die ursprünglichen Dorfformen von Wilmersdorf nicht mehr erkennbar. Auch die evangelische Dorfkirche ist eher eine Behelfslösung.
Sie wurde 1936 in einer ehemaligen Fachwerkscheune eingerichtet, da die 1473 erbaute Kirche verwüstet und danach nie wieder aufgebaut wurde. Nordwestlich von Angermünde in leicht welliger Landschaft gelegen, gehört der Ort vollständig zum Biosphärenreservat Schorfheide - Chorin.
Die etwa 260 Einwohner sind eine aktive Dorfgemeinschaft. Eines der wenigen erhaltenen Fachwerksgutshäuser in der Gegend wurde privat saniert und gehört den Nachfahren des berühmten Leopold von Buch. Zur Stadt Angermünde gehört Wilmersdorf seit 2003.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Wolletz Ruhe, malerische Umgebung, hügelige, waldreiche, romantische Landschaft, die zum Wandern einlädt- das ist der 1375 erstmals erwähnte Ort Wolletz im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Kein Wunder, dass Stasi-Minister Mielke das ehemalige Jagdschloss am Ufer des Wolletzsees für seine Entspannung vereinnahmte. Seit 1994 konnten sich hier mehr als 25.000 Patienten in der neuen Rehaklinik im ehemaligen Schloss erholen. Neben Sportplatz, Kinderspielplatz und Badestelle am Wolletzsee entstanden auch einladende Wanderwege, die von Gästen wie von den Einwohnern gerne genutzt werden.
Seit 2003 gehört Wolletz zur Stadt Angermünde.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Zuchenberg Der jüngste Ortsteil von Angermünde hat auch die wenigsten Einwohner. 1841 nach Abholzung des Stadtforstes entstanden, leben etwa 90 Menschen im Vorwerk Zuchenberg. 2003 entschieden sie im Rahmen der Gemeindegebietsreform, den Status eines Ortsteiles anzunehmen und gehören seitdem zur Stadt Angermünde.
Aus der kurzen Geschichte sind erwähnenswert die Einweihung des Schulhauses im Jahre 1912 und die Tatsache, dass der Ort bereits 1931 und 1939 als Stadtgut zu Angermünde gehörte.
Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS GmbH Angermünde So ganz genau weiß es keiner - trotzdem wird 2004 der 771. Geburtstag der Stadt gefeiert, denn man nimmt an, dass um 1233 Angermünde das Stadtrecht verliehen wurde. Ursprünglich war der Ort eine der Grenzfestungen, die von den ostwärts strebenden Brandenburgern gegen die Pommern errichtet wurde.
Später kam die Stadt durch Getreidehandel zu Reichtum und schmucke Bürgerhäuser entstanden. Markant dafür ist der wunderschön sanierte Marktplatz mit dem neobarocken Rathaus und seiner klassizistischen Fassade von 1828. Ein Kleinod ist der von Christian Uhlig geschaffene Brunnen gleich neben dem hölzernen Prangeresel von Karl Rätsch. Gleich um die Ecke befindet sich die Touristeninformation in einem kleinen hübschen Fachwerkhaus, der einstigen Alten Wache.
Sehenswert sind außerdem die Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert mit Wagnerorgel, die Franziskaner Klosterkirche, die zu den Ursprüngen märkischer Backsteingotik zählt, die Reste der Stadtmauer und der Burg sowie der Pulverturm und die gotische Heilig-Geist Kapelle aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Wer in der Stadt ist, sollte das Ehm-Welk Museum, den Tierpark, übrigens der einzige in der Uckermark, und die Kunstmeile am Mündesee sowie das NABU Erlebniszentrum Blumberger Mühle nicht auslassen.
Weitere Informationen
Quellenangabe:
F.Preuß UM
